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Hier einige wichtige Informationen zum Training und über das Training hinaus:

TENNISSCHULE

Anmeldung Jugendtraining [99 KB]

Tenniskurse [81 KB]

Trainingsvertrag der Tennisschule [220 KB]
Änderungsmitteilung [717 KB]

Gesundheitspass [302 KB]
Durchführungshinweise zum Training [40 KB]

Sonstiges

Informationen zum Thema Trinken und Tennis [48 KB]

Informationen zum Thema Ernährung [694 KB]

Krankheit und Sport [25 KB]

Wenn es Eltern zu gut meinen... [1.013 KB]

Kinder nicht in Watte wickeln [25 KB]



Lob und Tadel

Die gängigen Mittel von Lob und Tadel sind absolut zerstörerisch gegenüber den Motiven von Kindern, besonders der kleinsten. Wenn das Kind etwas Nützliches tut, wie sich selbst anziehen oder den Hund füttern, ein Sträußchen Feldblumen hereinbringen oder aus einem Tonklumpen einen Aschenbecher machen, so kann nichts entmutigender sein als ein Ausdruck der Überraschung darüber, daß es sich sozial verhalten hat: „Oh, was für ein liebes Mädchen!", „Seht mal, was Stefanie ganz alleine gemacht hat!" und ähnliche Ausrufe deuten an, daß soziales Verhalten bei dem Kind unerwartet, uncharakteristisch und ungewöhnlich ist. Sein Verstand mag sich darüber freuen, doch sein Gefühl wird voll Unbehagen darüber sein, daß es gegenüber dem von ihm Erwarteten, dem, was es zu einem wahren Bestandteil seiner Kultur, seines Stammes, seiner Familie macht, versagt hat. Selbst bei Kindern untereinander wird ein Satz wie: „Mensch, guck mal, was die Vera in der Schule gemacht hat!", wenn er mit hinreichendem Erstaunen geäußert wird, der Vera ein unbehagliches Gefühl des Getrenntseins von ihren Spielkameraden vermitteln, gerade so, als hätten sie in demselben Ton gesagt: „Mensch, die Vera ist aber dick!" — bzw. dünn oder lang oder klein oder tüchtig oder dumm, aber jedenfalls nicht so, wie man es von ihr erwartet hätte. Tadel, besonders wenn er verstärkt wird durch ein „Du-machst-das-immer"-Etikett, ist mit seiner Andeutung, daß antisoziales Verhalten erwartet wird, gleichfalls zerstörerisch, „Das sieht dir ähnlich, dein Taschentuch zu verlieren", „Der denkt nur an Unfug", ein resigniertes Schulterzucken, eine umfassende Anklage wie „Typisch Jungens", die impliziert, daß die Schlechtigkeit tief in ihnen drinsteckt, oder auch einfach ein Gesichtsausdruck, der anzeigt, daß ein schlechtes Benehmen keine Überraschung war, haben die gleiche verheerende Wirkung wie Überraschung oder Lob für ein Zeichen von Gemeinschaftsgeist.

"Auf der Suche nach dem verlorenen Glück" von Jean Liedloff

Befreie dich selbst

Befreie dich selbst
(1932) EINFÜHRUNG.
Es ist unmöglich, Wahrheit in Worte zu fassen. Der Autor dieser Schrift wird nicht von dem Verlangen getrieben zu predigen, sondern hat eine starke Abneigung gegen diese Methode, wissen zu vermitteln. Auf den folgenden Seiten hat er versucht, so klar und einfach wie möglich den Sinn unseres Lebens, den Nutzen der Schwierigkeiten, die uns belasten, und die Mittel zu zeigen, mit deren Hilfe wir unsere Gesundheit wiedererlangen können -ja, wie tatsächlich jeder von uns sein eigener Arzt werden kann.

KAPITEL I
So einfach ist sie, die Geschichte des Lebens.
Ein kleines Kind hat sich vorgenommen, rechtzeitig zum Geburtstag seiner Mutter ein Bild von einem Haus zu malen. In seiner Vorstellung hat das Mädchen das Haus schon fertig gemalt; sie weiß genau, wie es aussehen wird, bis hin zu der kleinsten Einzelheit, und muß es nur noch zu Papier bringen.
Sie holt den Farbkasten, den Pinsel und einen Lappen hervor und macht sich voller Begeisterung und Glück ans Werk. Ihn ganze Aufmerksamkeit und allen Fleiß konzentriert sie auf das, was sie tut - nichts kann sie von der Arbeit, die vor ihr liegt, abhalten.
Das Bild wird rechtzeitig zum Geburtstag fertig. So gut sie nur konnte, hat sie ihre Vorstellung von einem Haus Gestalt werden lassen. Es ist ein Kunstwerk, denn es ist alles ganz von ihr, jeden Pinselstrich hat sie aus Liebe zu ihrer Mutter gemacht, jedes Fenster, jede Tor gemalt voller Überzeugung, daß es genau an dieser Stelle zu sein hat. Und selbst wenn das Ganze aussieht wie ein Heuschober, ist es das vollkommenste Haus, das je gemalt wurde: Es ist ein Erfolg, weil die kleine Künstlerin Herz und Seele, ja, ihr ganzes Wesen hineingelegt hat. Das ist Gesundheit, das ist Erfolg und Glück und echter Dienst: Dienen durch Liebe in vollendeter Freiheit auf unsere eigene Weise.
So kommen wir in diese Welt herab: Wir wissen, welches Bild wir zu malen haben; den Weg durchs Leben haben wir bereits ausgearbeitet, und alles, was uns noch zu tun bleibt, ist, ihm materielle Gestalt zu geben. Voll Freude und Interesse gehen wir dahin, konzentrieren all unsere Aufmerksamkeit auf die Vervollkommnung jenes Bildes, und übertragen nach bestem Vermögen unsere Gedanken und Ziele in das physische Leben in der Umgebung, die wir uns gewählt haben.
Dann, wenn wir von Anfang bis Ende ganz unseren Idealen und unseren ureigenen Planen mit aller Kraft folgen, die wir besitzen, dann gibt es kein Versagen, und unser Leben ist ein gewaltiger Erfolg geworden, gesund und glücklich.
Diese gleiche kleine Geschichte der kleinen Malerin wird uns aber auch illustrieren, wie - wenn wir sie zulassen - die Schwierigkeiten des Lebens jenen Erfolg, die Glückseligkeit und die Gesundheit durchkreuzen und uns von unserem Ziel abbringen.
Das Kind malt fleißig und glücklich, als jemand hereinkommt und sagt: „Warum machst du nicht hierhin noch ein Fenster, und dort eine Tür; und der Garten sollte natürlich auf dieser Seite sein." Die Folge wird sein, daß das Kind sein Interesse an der Arbeit völlig verliert. Vielleicht malt es weiter, aber nun bringt es nur noch die Vorstellung eines anderen zu Papier. Vielleicht wird sie mürrisch, gereizt, verärgert, unglücklich, vielleicht traut sie sich nicht, jene Vorschläge abzuweisen. Vielleicht fängt sie an, die Freude an ihrem Bild zu verlieren, es allmählich zu hassen und womöglich gar zu zerreißen. Ja, je nach der Art des Kindes wird seine Reaktion ausfallen.Am Ende wird das Bild vielleicht ein erkennbares Haus zeigen, aber es ist .ein unvollkommenes und mißlungenes, weil es die Deutung der Gedanken eines anderen darstellt, und nicht die Vorstellung des Kindes. Es hat keinen Wert als Geburtstagsgeschenk, weil es vielleicht nicht rechtzeitig fertig geworden ist, und die Mutter noch ein Jahr zu warten hat, bis sie ihr Geschenk erhält. Das ist Krankheit: die Reaktion auf Störung. Das ist vorübergehendes Scheitern und Unglücklichsein, und es tritt ein, wenn wir zulassen, daß andere sich in unseren Lebenssinn einmischen und Zweifel in unser Denken säen oder Angst, oder Gleichgültigkeit.

Dr. Edward Bach

 

Lob und Tadel

Die gängigen Mittel von Lob und Tadel sind absolut zerstörerisch gegenüber den Motiven von Kindern, besonders der kleinsten. Wenn das Kind etwas Nützliches tut, wie sich selbst anziehen oder den Hund füttern, ein Sträußchen Feldblumen hereinbringen oder aus einem Tonklumpen einen Aschenbecher machen, so kann nichts entmutigender sein als ein Ausdruck der Überraschung darüber, daß es sich sozial verhalten hat: „Oh, was für ein liebes Mädchen!", „Seht mal, was Stefanie ganz alleine gemacht hat!" und ähnliche Ausrufe deuten an, daß soziales Verhalten bei dem Kind unerwartet, uncharakteristisch und ungewöhnlich ist. Sein Verstand mag sich darüber freuen, doch sein Gefühl wird voll Unbehagen darüber sein, daß es gegenüber dem von ihm Erwarteten, dem, was es zu einem wahren Bestandteil seiner Kultur, seines Stammes, seiner Familie macht, versagt hat. Selbst bei Kindern untereinander wird ein Satz wie: „Mensch, guck mal, was die Vera in der Schule gemacht hat!", wenn er mit hinreichendem Erstaunen geäußert wird, der Vera ein unbehagliches Gefühl des Getrenntseins von ihren Spielkameraden vermitteln, gerade so, als hätten sie in demselben Ton gesagt: „Mensch, die Vera ist aber dick!" — bzw. dünn oder lang oder klein oder tüchtig oder dumm, aber jedenfalls nicht so, wie man es von ihr erwartet hätte. Tadel, besonders wenn er verstärkt wird durch ein „Du-machst-das-immer"-Etikett, ist mit seiner Andeutung, daß antisoziales Verhalten erwartet wird, gleichfalls zerstörerisch, „Das sieht dir ähnlich, dein Taschentuch zu verlieren", „Der denkt nur an Unfug", ein resigniertes Schulterzucken, eine umfassende Anklage wie „Typisch Jungens", die impliziert, daß die Schlechtigkeit tief in ihnen drinsteckt, oder auch einfach ein Gesichtsausdruck, der anzeigt, daß ein schlechtes Benehmen keine Überraschung war, haben die gleiche verheerende Wirkung wie Überraschung oder Lob für ein Zeichen von Gemeinschaftsgeist.